Barbara & Helmut CORNELI

Gestrandete Pottwale an der Nordsee

Walstrandung-Pottwal Nordsee-SeaTopsImmer wieder kommt es weltweit zu unerklärlichen Walstrandungen. Auch an deutschen und niederländischen Küsten bei Wangerooge, Büsum und Texel wurden Anfang des Jahres mindestens zwölf tote Pottwale angeschwemmt. Über die Ursache des Walsterben gibt es keine genauen Erkenntnisse, Spekulationen hingegen genügend. Die meisten weisen auf Störungen des Orientierungssinns verursacht durch Unterwasserlärm der Gas- und Ölindustrie oder Meeres-verschmutzung hin. Aber auch auslösende Ereignisse wie sinkender Luftdruck, ein verändertes Magnetfeld der Erde, verstärkte Sonnenaktivität, militärische Übungen oder Stürme könnten mögliche Ursachen sein. Es gibt hunderte Möglichkeiten und jede Walstrandung ist daher speziell zu betrachten. Fakt ist: die Pottwale haben sich verirrt, denn die flache Nordsee ist nicht ihr Lebensraum. Nur in tiefen Gewässern finden sie geeignete Nahrung wie Tintenfische und den bis zu zehn Metern großen Riesenkalmar. – Pottwale (Physeter macrocepahalus) erreichen eine Größe von bis zu 18 Metern und dabei ein Gewicht von 50 Tonnen, sie sind die größsten bezahnten Tiere unserer Erde. Die Meeressäuger können bis zu 3000 Metern tief tauchen und dabei über eine Stunde die Luft anhalten. Klick auf das Bild öffnet die Bildauswahl Pottwale